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Get into it, Buckingham Nicks
Pop ist unfair. Viele moderne Klassiker verdanken wir genialischen Vorläufern, die heute kaum noch einer kennt. Für eine kleine Serie taucht Jan Wigger von nun an ab in diese wundersame Welt der Vergessenen und entreißt ihr obskure oder rare Meisterwerke. Zu Beginn: " Buckingham Nicks".
Quote:
Eine Aussage, die typisch ist, wenn es um "Buckingham Nicks" (1973) geht: "I found this album in a discount bin at a used record store in 1977". Oder: "Some people did the CD by ripping and burning the album." Ja, es ist eine Katastrophe, dass man die Vinyl-Ausgabe, die "Fleetwood Mac", "Rumours" und "Tusk" erst ermöglichte, suchen muss wie die Nadel im Heuhaufen - auf Compact Disc war dieses exzellente Album lange Zeit gar nicht zu bekommen.
Natürlich war die Platte, als sie vor 40 Jahren erschien, kein Erfolg, der sich in Zahlen messen ließ. Entscheidend war, dass die zehn Stücke Mick Fleetwood zu Ohren kamen, der Nicks und Buckingham (so young and in love) bereits Anfang 1974 bat, Fleetwood Mac zu verstärken - bei unfassbaren Songs wie "Long Distance Winner", "Crying in the Night" und dem späteren Fleetwood-Mac-Highlight "Crystal" kein Wunder.
Mein Problem mit Stevie Nicks und Lindsey Buckingham ist, dass man mich raustragen und beatmen muss, sobald ich ihre Stimmen höre (und das betrifft auch "Mirage" und "Tango in the Night"): Es will mir nicht in den Kopf, wie man so berührend, sehnsuchtsvoll und echt singen konnte - und nebenbei wie selbstverständlich "Sisters Of The Moon" oder "Never Going Back Again" verfassen.
Und wie auf "Buckingham Nicks" der endlos lange Abschluss "Frozen Love" nach Hause gegniedelt wird, muss man erlebt haben. "And if you go forward, I'll meet you there / And if you climb up through the cold freezing air / Look down below you, search out above / And cry out to life for a frozen love."
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http://www.amazon.com/Buckingham-Nic.../dp/B000HACHUO
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